Basierend auf den vorliegenden Quellen finden sich spezifische Informationen über die Komponenten, Einstellungen und Veränderungen, die den Kaltstart eines Fahrzeugs beeinflussen. Während die Zündspule als Teil des gesamten Zündsystems für jeden Startvorgang unerlässlich ist, konzentrieren sich die Quellen bei „Kaltstart“ auf das automatische Choke-System und einige elektrische Hilfssysteme.

Kernkomponenten des Kaltstartsystems und ihre Funktion:

Das Kaltstartsystem ist primär um die automatische Choke-Einheit [TSD4200, K3-32, K3-55] herum aufgebaut, die bei kaltem Motor ein reicheres Kraftstoff-Luft-Gemisch und eine höhere Leerlaufdrehzahl gewährleistet.

  • Choke-Strangulierklappe (Butterfly Valve): Dies ist eine Unwuchtsklappe im Drosselklappengehäuse, die bei kaltem Motor geschlossen gehalten wird, um den Luftstrom zu begrenken und so das Gemisch anzureichern [TSD4200, K3-34, K3-55].
  • Bi-Metall-Spule (Bi-metal Coil): Sie ist das zentrale Steuerelement des Automatikchokes. Diese Spule wird sowohl elektrisch als auch durch heißes Motorkühlmittel erwärmt [TSD4200, K3-32, K3-34]. Im kalten Zustand hält die Feder der Bi-Metall-Spule die Strangulierklappe geschlossen. Mit zunehmender Erwärmung des Motors und der Spule öffnet sich die Klappe allmählich, wodurch das Kraftstoff-Luft-Gemisch abmagert, bis es die normale Betriebsstärke erreicht [TSD4200, K3-36].
  • Choke-Solenoid (Solenoid): Dieses Solenoid ist elektrisch parallel zum Anlasserrelais und in Reihe mit einem thermischen Verzögerungsschalter und einem temperaturempfindlichen Schalter verdrahtet [TSD4200, K3-55]. Es wird aktiviert, sobald der Motor angelassen wird (cranking) oder wenn der thermische Verzögerungsschalter des Chokes geschlossen ist, was bei einer Motor-Umgebungstemperatur unter 0°C der Fall ist [TSD4200, M3-5]. Wenn das Solenoid aktiviert ist, zieht es an und schließt die Choke-Klappe [TSD4200, M3-5]. Die Dauer, für die die Kontakte geschlossen bleiben, hängt von der Umgebungstemperatur ab; je kälter es ist, desto länger dauert dieser Zustand an [TSD4200, M3-4]. Sobald die Lichtmaschine ihre volle Ladespannung aufbaut, schaltet der thermische Zeitschalter das Solenoid ab, wodurch die Choke-Klappe freigegeben wird [TSD4200, K3-56].
  • Schnellleerlaufnocken (Fast-Idle Cam): Dieser Nocken ist mit der Drosselklappenwelle gekoppelt. Bei kaltem Motor hält er die Drosselklappen über die normale Leerlaufposition hinaus offen, um eine höhere Leerlaufdrehzahl für den Kaltstart zu ermöglichen. Wenn der Motor warm wird, kehrt der Steuerhebel zu niedrigeren Stufen des Nockens zurück, was die Leerlaufdrehzahl entsprechend senkt [TSD4200, K3-37, K3-55, K3-56].
  • Unterdruckgesteuerte Drosselklappen-Voreinstellung (Pulldown Mechanism): Dieses Bauteil, das in einem separaten Gehäuse neben dem automatischen Choke-Bi-Metall angeordnet ist, öffnet die Choke-Strangulierklappe gegen die Schließkraft des Bi-Metalls, sobald der Motor gestartet ist, um die erforderliche Menge an Luft für die Startmischung bereitzustellen [TSD4200, K3-36].
  • Choke-on-Start Relais (Lucas Model 22RA): Dieses Relais (Teil Nummer 4 im Schaltplan M23 [TSD4200, M3-15]) wird nur bei SU-Vergasern verwendet und ist für die Aktivierung des Choke-Solenoids während des Startvorgangs oder bei geschlossenem thermischen Verzögerungsschalter verantwortlich [TSD4200, M3-5].
  • Choke-Heizer Relais und Widerstand: Diese Komponenten (Teile Nummern 4a, 4b, 4c im Schaltplan M23 [TSD4200, M3-15]) sind spezifisch für Fahrzeuge mit Solex-Vergasern vorgesehen.
  • Thermische Verzögerungseinheit des Chokes: Diese Einheit steuert die Dauer, für die die Kontakte des Choke-Solenoids geschlossen bleiben, und hält so die Choke-Klappe bei Temperaturen unter 0°C für eine bestimmte Zeit geschlossen [TSD4200, M3-4]. Eine Prüfanleitung für diese Einheit ist verfügbar [TSD4200, M3-4, M3-5, M3- Supp. 1].

Einstellungen und Kalibrierungen des Kaltstartsystems:

Die Quellen beschreiben spezifische Verfahren zur Einstellung und Wartung der Kaltstartkomponenten:

  • Einstellung des Bi-Metalls der automatischen Choke-Einheit: Sollte die Abdeckung der Choke-Bi-Metall-Einheit entfernt oder ersetzt worden sein, wird empfohlen, die Korrelationsmarkierungen auf der Kappe und dem Gehäuse auszurichten [TSD4200, K3-43]. Falls dies nicht möglich ist, kann die Spannung der Bi-Metall-Spule wie folgt eingestellt werden:
    1. Entfernen Sie die Luftfilter/Schalldämpfer-Einheit [TSD4200, K3-43].
    2. Stellen Sie sicher, dass die Temperatur des Bi-Metall-Elements zwischen 20°C und 25°C liegt [TSD4200, K3-43].
    3. Die Bi-Metall-Kappe muss locker montiert sein, sodass sie gedreht werden kann [TSD4200, K3-43].
    4. Drehen Sie die Bi-Metall-Kappe im Uhrzeigersinn, um jegliche Spannung von der Bi-Metall-Spule zu nehmen. Die Choke-Strangulierklappe verliert dabei ihre Rückstellspannung [TSD4200, K3-43].
    5. Öffnen Sie die Choke-Strangulierklappe leicht [TSD4200, K3-43].
    6. Drehen Sie die Bi-Metall-Kappe langsam gegen den Uhrzeigersinn, bis die Choke-Strangulierklappe vollständig geschlossen ist [TSD4200, K3-43].
    7. Eine neue Linie auf der Bi-Metall-Kappe sollte angebracht werden, die mit der Markierung auf dem Bi-Metall-Gehäuse übereinstimmt [TSD4200, K3-43].
    8. Ziehen Sie die drei Halteschrauben fest [TSD4200, K3-43].
    9. Wichtiger Hinweis: Die Werkseinstellung der Bi-Metall-Spule sollte grundsätzlich nicht verstellt werden, da sie präzise voreingestellt ist [TSD4200, K3-57].
  • Einstellung des Solenoid-Luftspalts:
    1. Stellen Sie sicher, dass die Choke-Strangulierklappe fest geschlossen ist [TSD4200, K3-58].
    2. Überprüfen Sie den Luftspalt zwischen dem Solenoidhebelpolster und dem Solenoid mit einer Fühlerlehre. Dieser sollte zwischen 0,038 mm und 0,063 mm (0.0015 in. und 0.0025 in.) liegen [TSD4200, K3-58].
    3. Fügen Sie Unterlegscheiben zwischen dem Solenoidsitzflansch und dem Choke-Gehäuse hinzu oder entfernen Sie diese, um den erforderlichen Spalt zu erreichen [TSD4200, K3-58].

Wartungshinweise und relevante Veränderungen:

Einige Aspekte der Fahrzeugwartung und -modifikationen können indirekt oder direkt den Kaltstart betreffen:

  • Zündspule (Ignition Coil): Die Zündspule ist ein zentrales Element des Zündsystems und damit für jeden Motorstart unerlässlich [TSD4200, M3-1 Supp. 1]. Die vorliegenden Quellen enthalten jedoch keine spezifischen Einstellungen oder Modifikationen für die Zündspule selbst, die direkt auf den Kaltstart ausgerichtet wären. Die „Verdrahtung zur Spule“ wird im Zusammenhang mit dem Austausch elektronischer Zündverteiler-Module erwähnt [TSD4318, SY/M112, M1-38].
  • Kraftstoffkühler (Fuel Cooler): Bei Fahrzeugen für Kanada, Japan und die U.S.A. ist ein Kraftstoffkühler verbaut, der über das Klimasystem gekühlt wird. Bei „High Altitude“-Spezifikationen kann dieser Kühler (sofern die Klimaanlage eingeschaltet ist) dauerhaft in Betrieb sein, um die Kraftstofftemperatur zu beeinflussen [TSD4200, K1-14, K1-15]. Dies kann das Startverhalten bei unterschiedlichen Kraftstofftemperaturen beeinflussen.
  • Kraftstoffverbrauch und Fahrgewohnheiten beim Kaltstart: Das Service Bulletin SY/A14 [TSD4318] betont, dass das Vermeiden eines längeren Warmlaufens des Motors nach einem Kaltstart zu erheblichen Kraftstoffeinsparungen führen kann [TSD4318, SY/A14, A1-3]. Dies impliziert, dass längeres Warmlaufen eine gängige, aber ineffiziente Praxis war.
  • Automatische Klimaanlagen-Kompressor-Abschaltung bei Kälte: Ein neuer Ambient Compressor Cut-Off Switch (Teile-Nr. UD 23178) und der zugehörige Buchse (UD 23179) wurden eingeführt. Dieser Schalter verhindert das Laufen des Klimaanlagenkompressors bei Umgebungstemperaturen von 0°C oder darunter, um die Batterie zu schonen und das Risiko einer Überlastung des elektrischen Systems während des Startvorgangs bei Kälte zu minimieren [TSD4318, SY/C16, C1-13, C1-14]. Er ersetzt ältere Modelle und wird für alle Ersatzteile verwendet.
  • Eiswarnsensor (Ice Warning Sensor) und Kalibrierung: Der Eiswarnsensor (Teile-Nr. UD 23154 oder das ältere RH 2743) und sein Verstärker sind aufeinander abgestimmt [TSD4318, SY/M105, M1-19, M1-20; TSD4319, 4 L 187, L1-22]. Ein Wechsel des Sensors erfordert eine Neukalibrierung des Verstärkers [TSD4318, SY/M105, M1-19, M1-20]. Die Eiswarnleuchte im Armaturenbrett leuchtet bei einer Außentemperatur von +1°C oder weniger auf [TSD4318, SY/M117, M1-20, M1-21]. Es gibt eine detaillierte Anleitung zur Kalibrierung des Verstärkers nach dem Sensorwechsel [TSD4318, M1-20, M1-21]. Obwohl nicht direkt am Motor beteiligt, informiert dieses System den Fahrer über kalte Bedingungen, die einen Einfluss auf den Kaltstart haben können.
  • Zündzeitpunkt (Ignition Timing): Ein korrekt eingestellter Zündzeitpunkt ist grundlegend für das optimale Startverhalten des Motors, auch beim Kaltstart. Die Quellen verweisen auf entsprechende Abschnitte zur Zündzeitpunkteinstellung für verschiedene Fahrzeugspezifikationen [TSD4200, M3-1 Supp. 2].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegenden Quellen detaillierte Anleitungen zur Einstellung und Wartung des automatischen Choke-Systems bieten und wichtige Informationen zu angrenzenden Systemen liefern, die den Kaltstart beeinflussen können. Direkte Anpassungen oder spezifische Ersatzteilnummern für die Zündspule selbst, die ausschließlich auf den Kaltstart abzielen, sind in den bereitgestellten Dokumenten nicht aufgeführt.

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